Wir haben ja hier schon eine laufen. Allerdings mit relativ wenig (25.000) Kilometern. Da wurden nur mal die Vergaser grundgereinigt, der leidige Benzinhahn und die Gangräderpaare 4/5 getauscht.
Achja; und der Seitenständerschalter.
Jetzt möchte ein Bekannter auch eine SRX mit allerdings 60.000 km übernehmen.
Optisch gut in Schuß, springt halbwegs gut an und fährt..... aber die Laufleistung...
Ist ja immerhin ein Eintopf.
Macht das Sinn, wenn er diesen Sommer fahren und nicht basteln will?
Was könnte anstehen an Reparaturen? Wo guckt man hin?
Und, bei aller Liebe zur SRX; sollte man bei der Laufleistung nicht doch besser was anderes wählen?
Was meint Ihr so?
Jannik
Moin Jannik,
Checkliste zum Gebrauchtkauf gibt es
hier.
Gruß Oliver
Tja. Eine SRX mit 60.000 km kann ein gut gepflegtes Liebhaberstück oder eine abgeranzte Möhre sein. Natürlich vermitteln der optische Eindruck der Maschine und das persönliche Auftreten des Besitzers eine Vorstellung davon, wie der/die Vorbesitzer damit umgegangen ist/sind.
Grober Anhaltspunkt aus der Ferne: je grösser die Zahl der Vorbesitzer und je kleiner die Zahl der Belege (Rechnungen, TÜV-berichte etc.) ist, desto geringer erscheint mir die Wahrscheinlichkeit, damit froh zu werden. Aus der Nähe: Funktioniert alles, springt sie warm und kalt an? Rost/Dreck im Tank? Schaltung leichtgängig, verdächtige Geräusche vonseiten Motor und Getriebe? Ist sie vollständig und Original? Aussehen des Öls und vor allem der
Ölstand sind oft gute Hinweis auf die Wartungsfreude des Besitzers. Genauer ist: Kompression messen, Ventilspiel überprüfen, mit dem Endoskop in den Verbrennungsraum schauen. Bedenken, dass bei EZ ab dem 1.1.1989 mit der HU auch eine Abgasuntersuchung notwendig ist.
Wenn sie aktuell läuft, gültige Hauptuntersuchung und gute Reifen hat, spricht zunächst nichts dagegen, sie diesen Sommer zu fahren, dabei den Zustand zu beurteilen und sie im Winter zu überholen. Jedem SRX-Besitzer muss klar sein, dass er sich um regelmässige Wartung und auch gelegentliche Reparaturen (selbst) kümmern muss. Bei der Laufleistung ist eine notwendige Überholung des Getriebes nicht unwahrscheinlich, sieht man aber erst bei geöffnetem Motor.
Im Zweifel würde ich eher etwas mehr für ein gutes Exemplar ausgeben, als später mehr Zeit und Geld zu investieren.
(18.06.2026, 00:40)Jannik schrieb: [ -> ]Jetzt möchte ein Bekannter auch eine SRX mit allerdings 60.000 km übernehmen.
Finger weg, wenn noch nie am Motor was gemacht wurde und Du oder der Bekannte auf gar KEINEN Fall den Motor selber richten kannst.
Die SRX'en sind leider, so wie ich den Markt gerade einschätze so gut wie unverkäuflich. Für wenige € gibt es TOP gepflegte SRX'en mit neu gemachten Motoren.
Beispiele, auch weil ich die Fahrzeuge pers. kenne:
1
2
Ich verkaufe jedenfalls keine SRX mehr und mache nur noch Revisionen nach Auftrag und Wunsch, jedenfalls nicht mehr um eine neu gemachte SRX danach wieder verkaufen zu wollen.
so meine Meinung dazu.
Gruß Chris
Ja, so ähnlich denke ich auch.
Es geht aber nicht generell um eine SRX, sondern eben die eine Maschine aus dem Bekanntenkreis.
Das niedrige Preisniveau bei den SRX wundert mich allerdings auch, wenn man das in Relation zu anderen Fahrzeugen setzt.
Ich hab z.B. eine ganze Scheune voll mit NSU Quickly, die mir vor Jahrzehnten regelrecht nachgeworfen wurden und die heute in den Kleinanzeigen auch als Wrack eigentlich nie unter 1.000,- Euro angeboten werden. Oft sogar zwischen 2 und 3K.
Und das war damals ein preiswertes Großserien-Moped ohne heutigen Nutzen im Alltag.
Für das Geld kann man sich jede SRX aussuchen.
Ich werde den Mann also eher in Richtung ER-5 oder GS400...500 beraten.
Die gibts als Tussi-Motorrad mit kleinen Laufleistungen für kleines Geld und die haben im Normalbetrieb das ewige Leben.
Danke an alle
Danke
Jannik
Ahoi
Hier wurde im Grunde alles schon gesgt.
Meine z.B könntest Du bei jetzt 101.000k. fast blind kaufen.
Aber das ist ein gut gewartet und überholtes Exemplar das immer gefahren wurde und der Eigentümer kennt den Motor von innen. Nichts ausser Rahmen und paar Teile ist hier BJ1985.
Sowas kommt in freier Wildbahn jedoch nicht vor..
Im Grunde muss man da immer 2500€ rechnen um die Karre stabil zu sanieren . (Selbst restauriert)
Eine SRX mit "ungesehene 60tkm" kann man mal für €800 kaufen und eine Standard Wartung machen (€400 Material)
Dann fährt man 2000km pro jahr auf einer theoretischen Dauerbaustelle.
Eine wirklich gut gemachte SRX kostet. Machen lassen "no way" Selbst schrauben top.
Gruß
Peter
Mal GPT befragt ( vermutlich stmmen die Lerndaten grossteils von hier)
Eine gut sanierte Yamaha SRX kann sich lohnen — aber meistens eher aus Leidenschaft als aus finanziellen Gründen, besonders wenn du die Arbeiten nicht selbst machst.
Warum viele die SRX trotzdem lieben:
Leichter, charakterstarker Einzylinder mit viel Fahrgefühl
Klassische, zeitlose Optik
Selten geworden, dadurch interessant für Liebhaber
Sehr handlich auf Landstraßen
Luftgekühlter Motor mit einfachem Grundaufbau
Verwandtschaft zu XT/TT-Motoren → Teile teilweise noch erhältlich
Gerade die SRX 600 hat inzwischen einen gewissen Kultstatus. Gute originale Maschinen steigen langsam im Wert.
Wann sich eine Sanierung lohnt
Sie lohnt sich besonders wenn:
der Motor noch brauchbar ist
Rahmen und Papiere gut sind
möglichst viele Originalteile vorhanden sind
du das Motorrad lange fahren willst
du emotional etwas mit dem Motorrad verbindest
Finanziell wird es schwieriger, wenn du alles machen lassen musst.
Typische Kosten bei Fremdvergabe
Je nach Zustand können schnell zusammenkommen:
Motorüberholung: 1.000–2.500 €
Vergaser, Elektrik, Tank: 500–1.500 €
Fahrwerk, Reifen, Bremsen: 800–2.000 €
Lack, Sitzbank, Kleinteile: 500–2.000 €
Arbeitszeit Werkstatt: oft der größte Posten
Eine komplette professionelle Restaurierung landet schnell bei 4.000–8.000 € zusätzlich zum Kaufpreis.
Der Marktwert danach:
gute fahrbereite SRX: oft etwa 3.000–6.000 €
sehr schöne originale Exemplare teilweise mehr
Das bedeutet: Wenn du alles extern machen lässt, bekommst du die Kosten meist nicht wieder heraus.
Wann es trotzdem sinnvoll ist
Es kann sich trotzdem lohnen, wenn:
du genau dieses Motorrad willst
du ein leichtes klassisches Motorrad suchst
du Freude am Erhalt alter Technik hast
du ein individuelles Bike möchtest statt moderner Elektronik
du zumindest einfache Arbeiten selbst übernehmen kannst
Schon kleine Eigenleistungen sparen enorm:
Zerlegen
Reinigung
Teilebeschaffung
Ausbau von Motor/Fahrwerk
Polieren/Kleinteile
Dann wird das Projekt deutlich wirtschaftlicher.
Nicht ideal ist eine SRX-Restauration wenn:
du möglichst günstig Motorrad fahren willst
du absolut zuverlässigen Daily-Use ohne Schrauben erwartest
du alles in Werkstätten machen lassen musst
das Motorrad stark verbastelt oder unvollständig ist
Die beste Basis ist meistens:
komplett
fahrbereit
mit Patina statt „Totalschaden“
möglichst original
So fährt man oft günstiger, als ein billiges Wrack komplett aufzubauen.
.......
Resümee von mir: Die aufgezeigten Kosten sind realistisch.
Die SRX ist kein Gebrauchtmotorrrad zum fahren. Sondern zum Mögen.
Richtig saniert kriegt man sowas am Ende des Tages nirgends im Showroon.
Gruß
Peter